Que(e)r durch München

In unserer Reihe „Que(e)r durch die Stadt“ präsentieren wir dir vielversprechende und interessante LGTBIQ-Spots in verschiedenen Städten. Dieses Mal ging unsere Reise zusammen mit Eike Wittrock durch München: Münchens große queere Zeit, mit einer weit über die Isar-Metropole hinaus strahlenden, schillernden queeren Subkultur, ist wohl längst vorbei.

Mutterliebe im Doppelpack

Unabhängig von ihrer Sexualität verspüren viele Menschen den Wunsch eine Familie zu gründen, diese muss nicht der Konstellation „Mutter, Vater, Kind“ entsprechen. Viele sind durch heterosexuelle Beziehungen Eltern geworden, andere wollen als Single oder als gleichgeschlechtliches Paar gemeinsam ihren Kinderwunsch realisieren.

Queere Flucht

Menschen, die der LGTBIQ-Community angehören, werden in über 70 Ländern nicht nur diskriminiert, sondern auch kriminalisiert und in elf Ländern mit dem Tod bestraft. Queer sein ist verboten, queere Personen müssen versteckt leben und sind von psychischer, physischer und sexueller Gewalt und Verfolgung betroffen.

Raus aus der Box

Der britische Autor, Aktivist und Unternehmer Liam Hackett hat 2014 die Anti-Mobbing-Organisation „Ditch the Label“ gegründet, die laut Website dabei hilft, Probleme zu bewältigen, welche junge Menschen am meisten beschäftigen. 2021 folgte ein Buch, das sich denselben Themen widmet.

Mental Queerness

Auch wenn in den letzten Jahren Mental Health zunehmend in den Fokus der Gesellschaft gerückt ist, scheint es nach wie vor für viele ein Tabu zu sein, offen darüber zu sprechen. Studien ergaben, dass besonders queere Personen aufgrund von erfahrenen Diskriminierungen und der Angst vor Ausgrenzung häufiger unter psychischen Krankheiten leiden als nicht-queere Personen.

Theater mit Sternchen

Als schwuler Teenager war das Theater für mich ein Zufluchtsort, der das Versprechen einer anderen Welt barg. Es war ein Ort der Verstellung, Kostümierung und lustvollem Spiel – alles was ich mir als kleiner Queer vom Leben erhoffte. Umso enttäuschter war ich, als ich später das Theater zum Beruf machte und merkte wie unschwul (und unlesbisch) das alles aus der Innenperspektive auf einmal war.